Biographie Max Stenz

MAX Stenz

Biographie

 

Die musikalische Karriere fiel Max Stenz direkt vor die Füsse. Des Lehrers Ukulele überlebte eine Rauferei zwischen Max und einem Kameraden nicht,- und ging in die Brüche. Sein Vater musste für damalige Verhältnisse tief in die Tasche greifen und ein neues Instrument berappen. Die defekte Ukulele aber reparierte er und der kleine Max musste zur Strafe darauf spielen lernen. Nun,- es war eine doppelbödige Strafe, weil klein Max fand Gefallen an der Musik.

 

Mit 12 Jahren schenkte ihm eine alte Dame ein noch älteres Klavier. Auch diesem Instrument liessen sich schöne Töne entlocken. Für Klavierstunden reichte sein Taschengeld jedoch nicht und so klimperte er drauflos, was immer gerade irgendwie melodisch klang.

 

Kaum 14 gründete Max, im Sog der Beatles und Rolling Stones, die Band «Firestones». Geld für ein eigenes Instrument fehlte, so übernahm er eben den Gesangspart. Insgeheim war Max aber fasziniert vom silbrig glänzenden Schlagzeug und schlich sich oft heimlich in den Übungsraum um darauf zu spielen.

 

Der gute Ruf als Schlagzeuger verbreitete sich schnell und der Zufall wollte es, dass er früh mit den Musikern John Brack und Che Peyer zusammen kam. Inzwischen achtzehnjährig, wurde Max Stenz DJ in einem Nachtclub und verschaffte so seiner neuen Band «POT» die ersten Auftritte. Zwischen Blues, Country und Boogie suchte die Band nach ihrer Identität. Das änderte sich schlagartig als der Pianist Ray Fein dazu stiess. Che + Ray’s Boogie-Tasten explodierten und diese ernteten «stehende Ovationen».

 

Ab da gab es nun «Che+Ray», das Boogie-Duo und «John Brack», der Country-Sänger.

Max wurde damit über Nacht Schlagzeuger und Mitglied von zwei überaus erfolgreichen Schweizer Top Acts. Es folgten Tourneen mit jährlich bis zu 200 Konzerten, - von Kleintheater bis hin zum riesigen Wembley-Stadion in London. Diese zahlreichen Auftritte brachten Max Bühnenerfahrung und Routine und lernten ihn alle Facetten des Showbusiness. Gemeinsam Backstage mit Johnny Cash, Emmylou Harris, Freddy Fender, Jerry Lee Lewis, Bobby Bare und wie all die grossen Namen heissen, waren prägende Erlebnisse.

 

Inspiriert vom ebenfalls wachsenden Erfolg von John Brack begann Max eigene Songs zu schreiben. John steuerte Texte bei und so entstanden Country-Hits durch das Komponistenduo Stenz/Brack. Die beiden waren ein gesuchtes Komponisten-Gespann und viele Country-Stars verewigten deren Musik auf Tonträger. Deren Anzahl Melodien hatten die 100-er Grenze markant überschritten. Drei goldene Schallplatten als Komponist dekorieren heute noch die Studiowand in Max’s Heimstudio.

 

Das Glück und die Erfolgsträhnen machten 1998 abrupt Pause mit dem Unfall-Tod seiner ehemaligen Frau Jeannine. Traurige Zeiten brachen an. Beschäftigt mit seinen beiden Söhnen das Leben zu meistern und gelähmt von diesem Trauma, spielte er eher mechanisch die spärlicher werdenden Konzerte. 10 Jahre lang schrieb Max keinen einzigen Song mehr, beschäftigte sich mit Politik und beruflichen Aspekten. Als ob dies nicht gereicht hätte, folgte 2006 der zweite schwere Schicksalsschlag mit dem frühen Tod seines Freundes und musikalischen Weggefährten John Brack. Der Country Szene Schweiz fehlte plötzlich sein einmaliges Aushängeschild. 36 Jahre am Schlagzeug hinter John hatten das Leben von Max bestimmt, - nun war alles anders.

 

Wohl etwas trotzig aber fest entschlossen stellte er sich aber 2010 vorne an den Bühnenrand und versuchte eine eigene Karriere zu starten.

Und das mit Erfolg! Das Glück kam zurück. 10 Jahre nach der ersten Tragödie schrieb Max wieder Songs. Innert kurzer Zeit machte er sich einen Namen als Sänger und Entertainer. Motiviert von seinem Freund Erich Huber begann die Arbeit an der ersten CD. Als Produzent gewann Max den preisgekrönten Gitarristen und Arrangeur Richard Koechli. Im Herbst 2010 erschien seine erste CD «Silver Wings».  Stilmässig Country-Music, aber angereichert mit einer gehörigen Portion Blues, Cajun und TexMex.

 

Motiviert vom Erfolg von «Silver Wings» folgte CD Nr. 2 «Hearts & Bullets».  (Release 22.11.2014)

Fernab der heilen Welt von Nashville und betroffen von der vorherrschenden Weltsituation entstanden rebellische, satirische Texte. Reflexionen des kriegerischen Elends ganz in unserer Nähe. In diesem Sinne tituliert sich eine ermahnende, aber melodiöse Eigenkomposition: «Devil takes it all».

Hat er auf der Ersten CD mit der Jazzsängerin Christina Jaccard den Crossover gesucht, sind auf der Zweiten die Blues- und Rocksängerin Lilly Martin, Richard Koechli und das begnadete Talent Larissa Baumann als Duettpartnerinnen zu hören.